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Alle lieben alte Bäume: Sie werden erfasst, registriert und geehrt.

Kurz vorweg:

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🌿 BALDWALD ist ein privat initiiertes Projekt. Bisher wurden mehrere Wälder mit rund 13.000 Bäume aufgebaut. Baumpatenschaften machen dies möglich.



Die Buchreihe "Wege zu alten Bäumen" ist der Klassiker.

In mühsamer Kleinarbeit hat Hans J. Fröhlich (2008 verstorben) alte Bäume in den einzelnen Bundesländern katalogisiert, ca. 3.500 alte Baumriesen sind es geworden. Genaue Wegbeschreibungen führen zu ihnen. Es gibt 12 kleine Taschenbücher, die zu sehr unterschiedlichen Preisen (aktuell 2,30 bis 27 EUR ) gehandelt werden oder aktuell nicht verfügbar sind:
🛒
Band 1
Hessen
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Band 2 Bayern | Band 3 Rheinland-Pfalz, Saarland | Band 4 Nordrhein-Westfalen | Band 5 Niedersachsen | Band 6 Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen | Band 7 Sachsen-Anhalt | Band 8 Brandenburg | Band 9 Mecklenburg-Vorpommern | Band 10 Thüringen | Band 11 Sachsen | Band 12 Baden-Württemberg


Deutsches Baumarchiv



Der Name "Deutsches Baumarchiv" klingt sehr offiziell ist aber eine private Initiative der Gebrüder Kühn, die schon jahrelang Bäume besuchen und in (eindrucksvollen!) Fotos dokumentieren.


Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 320 Seiten für 10,34 EUR. Blick in´s Buch leider nicht möglich. https://amzn.to/46LGpu0

Quelle dieser Daten ist die Liste national bedeutsamer Bäume, kurz LNBB. Aktuell sind dort 1.756 Bäume erfasst und mit den Merkmalen wie Gattung|Art|Form, Nächster Ort, Stamm-Umfang, Stammform, Bundesland, Landkreis|Stadt sortiert. Ihre genaue Lage, Fotos, oder eine Wegbeschreibung liefert die Liste aber nicht.

Nationalerbe-Baum ®



Foto: Berg-Ahorn im Hirschpark Hamburg. Bildquelle: www.nationalerbe-baeume.de. Danke.

Es sollen 100 „Nationalerbe-Bäume“ mit über 400 cm Stammumfang und möglichst über 400 Jahren Alter benannt und geschützt werden." Mehr zur Intention hier.

Aktuell (März 2022) wurde der 13. Baum erkoren, ein Weißdorn bei Eckernförde. Umfassende Einzelbeschreibungen der bisher 18 erkorenen Nationalerbe-Bäume hier. Die Einzelseiten zum Baum liefert Infos zu Baumart, Standort, Alter, Stammumfang, Stammhöhe, GPS-Daten, eine Landkatrte und einen ausf+ührlichen Text zum Baum. Die ausgezeichneten Bäume sollen neben mehr Aufmerksamkei auch eine zusätzliche Förderung erhalten.

Hinter der Initiative stehen die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) und Gesellschaft Deutsches Arboretum (GDA).e.C. Die Aktion "Nationalerbe-Baum ®" wird gefördert über die Eva Mayr-Stihl Stiftung.

Rekordbäume


"Rekordbäume" ist Aktion der Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG, gegründet 18 92): "Als Rekordbaum, international "Champion Tree" bezeichnen wir grundsätzlich den jeweils stärksten Baum einer Art oder Hybride, Unterart, Varietät oder Sorte in einem Bundesland."


Aktueller Jahresbericht 2022 der DDG, Blick in´s Buch leider nicht möglich; 264 Seiten für 39,95 EUR (gebraucht aktuelll ~20 EUR): https://amzn.to/38ku868 🛒

Aktuell werden über 9.100 Bäume in dieser Liste bundesweit erfasst und veröffentlicht, Die Sortierung liefert den wissenschaftlichen Baumnamen, den deutschen Name, Ort, Stammumfang, Alter, Höhe, Kronendurchmesser und oft hinterlegte Fotos, Beschreibung und GPS-Daten. Eine bundesweite Landkarte wäre auch toll.

Auch andere Länder führen Baumlisten u.ä.: Beispiel. Dänemark (Danish Tree Register in englisch) oder Frankreich mit einer umfassenden Landkarte der französichen Bäume.


Unser Tipp: Monumental Trees



Foto: baldwald.de

ist umfassender und arbeitet nach einem anderen Prinzip als alle Anderen: Seit 2010 ist es eine weltweit interaktive Community-Website, wo die Nutzer nun selber Bäume / Messungen / Fotos hinzufügen können. Aktuell sind ca. 53.000 Bäume erfasst, davon ca. 9.500 aus Deutschland. Verglichen mit dem Waldanteil Deutschlands (ca. 0,3% der weltweiten Wälder) ist Deutschland damit stark überproprtional präsent. Welche rund 400 zusätzlichen Bäume "Monumental-Tree" gegenüber z.B. "Rekordbäume" listet konnten wir nicht so einfach ergünden.

Die weltweite Ausrichtung von www.monumentaltrees.com/de (deutschsprachige Version) macht andere Entdeckungen möglich und schafft Zugang zu bei uns nicht heimischen Baumarten. Die Seite liefert zudem vielfältige Sonderberichte, Listen, Berichte, eine beeindruckende Weltkarte aller erfassten 53.000 Bäume und und rund 130.000 (!) Baumfotos.

Überall die gleichen Alten:

Die verschiedenen Listen / Verzeichnisse präsentieren meist identische Bäume.

Ein Beispiel: Die Grafeneiche in Asel (Niedersachsen). Ein Baum mit Geschichte: Heute Naturdenkmal, retteten seine Quellen vor über 100 Jahren schon mal Menschenleben. In der heutigen Zeit vertrocknete ein sehr nahe ausgebauter Straßenbau den Baum so sehr, dass jetzt künstlich bewässert werden muss. Eigentlich ein Drama und klassische Fehlleistung der Landschaftsplanung.

Diese Stieleiche wird sowohl in der Buchreihe "Wege zu alten Bäumen", im Baumregister bei baumkunde.de (hier), bei den Rekordbäumen (hier) und auch im (weltweiten!) Verzeichnis "Monumental Trees" (hier) präsentiert.

PS: Die obige Geschichte des Baumes findet sich (ausführlicher) nur bei "Rekordbäume", die Datenquellen finden sich umfassend bei "Monumental Trees".



Die wirklich alten Bäume ...



Foto: pixabay - Tama66

... stehen nicht in Europa. Zu den richtig Alten gehören z.B. die 17 Kiefern in den White Mountains (Kalifornien), deren Lebensalter auf über 4000 Jahre datiert werden konnte. Oder die Kiefer "Methuselah" mit 4850 Jahren. Oder aber das Wurzelsystem einer Zitterpappel-Kolonie (> 40 Hektarr gross), dem wohl ältesten (ca. 80.000 Jahre im Wurzelsystem) und schwersten Lebewesens der Welt, in Utah, USA. Und da wäre auch noch im Fulufjället Nationalpark, Schweden die Fichte "Old Tjikko", im sichtbaren Teil auf rund 600 Jahre Alter bestimmt, das Wurzelsystem wurde aber auf fast 10.000 Jahre datiert. Alle Daten aus einem Bericht von Eva Monning in Mein schöner Garten.

Die Bedeutung alter Bäume ist vielfältig:



Bildquelle: pixabay - GeorgeB2

Historisch, symbolisch aber auch aus naturkundflicher Sicht sind alte Bäume bedeutsam. Hier einige Lesetipps: Im Beitrag: "Baumriesen mit historischer und symbolischer Bedeutung" von Herbert Popp, Gregor Aas und Martin Feulner wird dies für Deutschland ausführlich, auch an 20 Standorten, betrachtet und mit zahlreichen Beispielen und Fotos dokumentiert.

Der Beitrag "Die Bedeutung alter Bäume für den Naturschutz ..." (10 Seiten) von Stephan Gürlich stellt umfassen vor. "Sie [die alten Bäume] sind eine wichtige Ergänzung zu Schutzgebieten und Naturwaldreservaten, von denen schon länger bekannt ist, dass sie eine wichtige Zufluchtsstätte für die seltensten und am stärksten gefährdeten Arten unter den Alt­ und Totholzbewohnern darstellen".

 

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