| BALDWALD
ZWEI: Fototagebuch, Waldtagebuch, Fotowaldtagebuch oder auch Waldblog: Hier wächst
ein junger Wald seit März 2008.Übrigens: Auch
zu BALDWALD EINS gibt es Tagebücher: Die
ersten Jahre und: 2007bis
2010
August
2010:
Der
Sommer ist nicht gerade (m)eine Waldbesuchszeit weil einfach zuviel fliegende
Insekten unterwegs sind. Doch beim letzten Besuch fand ich weitere wunderbare
Rottöne, die mal eine Abwechslung im dauernden Grün-Gelb-Braun eines
Waldes sind. Nicht immer waren es Teile der Bäume, sondern mal Beikräuter
oder Disteln - aber immer wieder eine Augenweide, dem Cyanidin sei Dank. Da es
weder eine Krankheit noch gefährlich ist (>>hier
steht etwas mehr zum Rot bei Pflanzen) kann ich es positiv sehen. Ich
hoffe Andere haben auch etwas Freude dran. (Die ersten beiden Bilder sind aus
BALDWALD EINS vom Ahorn. In BALDWALD ZWEI sind keine Ahorns.)
 
| Juli
2010: Wespen haben die Wasserpumpe besetzt.
Was nun?
PS: Inzwischen - August 2010 - haben
die Wespen sich wieder verzogen. Ich vermute dieser Standort einer Wasserpumpe
aus Metall entsprach doch nicht so ganz ihren Wünschen. 
| Juli
2010:
Blätter sind grün, weil sie den Farbstoff Clorophyll
enthalten, der aus dem Sonnenlicht Energie gewinnen kann. Sie enthalten aber auch
andere Farbstoffe, was im Herbst (wenn das Clorophyll abgebaut wird) gut sichtbar
wird. Der rote Farbstoff z.B. heist Cyanidin. Doch nicht nur im Herbst sondern
auch bei Trockenheit oder zu viel Licht / Hitze können Blätter sich
verfärben. Es gibt aber auch Arten, die generell rot aussehende Blätter
haben (z.B. die Rotbuche) - aber diese stehen nicht in Baldwald.
Die vereinzelten
roten Blätter in Baldwald sind weder schlimm noch ansteckend - nur schön
anzusehen. Hier ein rotes Eichenblatt und ein rötliches Lindenblatt. Wahrscheinlich
werden auch diese Blätter im Laufe des Jahres ganz normal wieder grün.
(zurück nach oben)

| Juli
2010:
Der Sommer ist da. Es ist trocken - wie so oft im Frühjahr
bis Frühsommer. Doch z.B. den Roterlen macht es scheinbar nichts aus; sie
wachsen prächtig und bilden schon die ersten Blüten (Kätzchen genannt).
Erlen haben weibliche und männliche auf einer Pflanze. Die weiblichen verholzen
später zu einem Zapfen.
 
| Mai
2010:
Meine aktuellen Liebelingsfotos kommen von den Eschen. Immer
im Frühjahr - eher dem Späteren - entblättern sie Ihre Knospen
und liefern ein schönes Schauspiel für die Kraft der Natur und beste
Fotomotive.
  
| 1.
April 2010: Die ersten Bilder der schneefreien
Bäume bei BALDWALD ZWEI - und im Wind flattern die Patenbänder.
|  Bei
genauem Blick sind die ersten Blattformen zu erkennen. Es wächst. 
Patenbäume mit flatternden Bändern. | 31.
Dezember 2009: Ein letzter Besuch dieses Jahr. Der Schnee hat den jungen
Wald überall eingenommen. Und um die Formen der Bäume etwas besser zu
sehen bietet der Schnee einen guten Hintergrund.
|
x Schnee
auf den Pfosten der Eingangsforte und Schnee auf der Wasserpumpe
x
Eine kleine Eiche hält den Schnee | Ihre Nachbarin macht es genauso.
x x
x
Vier Bäumchen
in vergleichbarer Wuchsform, einem lachenden Mund mit langer Nase nicht unähnlich.
xx
x Aber
auch schnurrgerade (besonders die Eschen) oder etwa wild verwachsen stehen sie
da.
x
x
Die Linden laden ihre Äste weit aus - und auch eine abgebrochene Baumspitze
ist zu entdecken.
| Dezember 2009:
Viele neue Markierungen von Baumpaten und -patinnen schmücken den winterlichen
Wald. Erfahrungen aus BALDWALD EINS zeigen jedoch, dass nur wenige Markierungen
das rauhe norddeutsche Wetter, Frost, Wind und Hitze ganzjährig überstehen.
Scheinbar sind die einfach dünnen Fäden und Bänder noch am haltbarsten.
Aber egal - auch ohne Markierung bleibt jede Baumpatenschaft in vollem Umfang
natürlich bestehen!
 Diese
Erle hat gleich zwei Bänder - ein rotes und ein grünes. Ich hoffe, dort
gibt es keinen Streit :-)
| Noch
ein paar Stimmungsbilder des winterlichen, laubfreien Waldes hier. Gut sichtbar
ist jetzt immer noch die enorme Größe der Erlen, die nun mal gerade
19 Monate hier stehen. Es scheint ihnen gut zu gehen. Wie insgesamt der BALDWALD
ZWEI bisher einen etwas vitaleren Eindruck macht als der inzwischen ca. dreieinhalb
Jahre alte BALDWALD
EINS. Aber die Probleme (Trockenheit, Schermäuse, Wildschweine,..)
können noch kommen. Warten wir´s ab. 
| 28.
NOVEMBER 2009: Viel schlechter hätte das Wetter bei der Nachpflanzaktion
nicht sein können: die ersten drei Stunden war es noch trocken, doch dann
setze mehr und mehr Dauerregen ein. Annette meinte zwar, dass wäre nun bestes
Pflanzwetter - aber naß war´s trotzdem. Die warme Suppe haben wir
dann doch nicht draußen sondern im Schutz einer warmen Küche gegessen.
Dank auch noch an Norbert, Ute und Christiane für das Engagement. Und der
noch über Stunden anhaltende Regen hat die Erde nun auch zu den kleinsten
Wurzeln gespült und so den jungen Pflanzen einen guten Start gegeben. Nachgepflanzt
haben wir bei BALDWALD ZWEI diesmal: 100 Roterlen, 25 Eschen und 50 Stieleichen.
Bei den Erlen und Eichen waren es ganz konkrete Bereiche, wo die ersten Pflanzungen
nicht angewachsen waren. Offensichtlich besteht dort ein Problem mit dem Boden,
da beide kahlen Stellen im alten, vermuteten Flussbett liegen (Details
zu dieser Flussbettthese hier). Entsprechend schwer waren die Arbeiten in
diesem körnigen, festen und steinigen Boden. Sollten diese Nachpflanzungen
wieder problematisch werden, ist es wohl ratsamer die Stellen ersteinmal frei
zu lassen und sie der freien Ansiedlung von Pflanzen und Bäumen zu überlassen.
Aber warten wir mal ab. Die Eschen mussten einfach nachgepflanzt
werden, da bei der damaligen Neuanlage des Waldes nicht genügend Eschenpflanzen
da waren und die freien Stellen in der Mitte des Waldes damals zur Lagerung der
Pflanzan etc. genutzt und freigelassen wurden. Nun ist aber auch der quadratische
mittige Eschenhain vollständig. Mehr
zum Echenhain auch hier. Das Fotos ist verschwommenn, unscharf
und nass - eben wie das Wetter! 
| September
2009: Hier drei Einzelbilder: Links eine etws trockene Esche, die aber
nicht vom Eschenspitzensterben (>>mehr
dazu hier) betroffen ist. Es ist einfach etwas trocken für Sie gewesen.
In der Mitte nochmal eine Esche mit Blick auf eine der zwei Julen. Rechts eine
vitale junge Eiche.
| 
| September
2009: Die Erlen sind dort, wo sie angewachsen sind, erstaunlich gut und
schnell gewachsen. Es war wohl sehr richtig in diesem uraltem Flussbett, in dem
häifig mal Wasser steht, die Erlen zu pflanzen. Rechts ist eine Roterle als
Patenbaum gekennzeichnet, wobei der grüne Faden kaum zu erkennen ist. Gut
getarnt.
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 | 3
Patenbäume in Baldwald zwei : links eine Esche, Mitte und rechts je eine
Flatterulme
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 | August-September
2009: Den Sommer haben die jungen Bäume recht gut überstanden.
Hier ein Blick über die Eichenreihen und rechts eine Eichen mit dem häufiger
anzutreffenden Mehltaubefall. Der kommt und geht. Nächstes Jahr kann es schon
wieder weg sein. Eine Bekämpfung ist nicht notwendig - und auch nur schwer
möglich. Mehr zu Mehltau an Eichen >>hier.
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| Mai
2009: Es gibt auch Problemstellen im jungen BALDWALD ZWEI. Besonders eine
Ecke in der Gruppe der Roterlen fällt auf. Hier sind gleich Reihenweise,
insgesamt vielleicht so 100 Pflanzen nicht angewachsen. Schon beim Pflanzen war
spürbar, dass hier der Boden sehr lehmig und schwer war. Wahrscheinlich konnte
er in den vergangenen Trockenphasen - obwohl die noch recht harmlos waren - nicht
genügend Wasser halten und/oder der Boden war für die jungen Wurzeln
einfach undurchdringlich. Im Herbst 2009 soll hier neu gepflanzt werden. Ob es
wieder Erlen sind oder andere wird bis dahin geklärt. (Im Foto - linkes Foto
- sieht es dramatischer aus, als es in Wirklichkeit ist. Liegt wohl an der Perspektive..)
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| Mai
2009: Obwohl ich in letzter Zeit viel im BALDWALD ZWEI war, fehlte es an
Fotos. Hier nun einige Frühjahrsgrüsse aus dem neuen Wald, der insgesamt
einen wunderbar vitalen Eindruck macht. Wenn auch hier und da Lücken in der
Bepfanzung oder einzelne abgestorbene junge Bäume zu entdecken sind.
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 Links:
junge Bäume vom Gras befreit | Mitte: Eichenmischwald | Rechts: Gruppe Roterlen
| PS:
Das Freilegen der Pflanzen ist gerade für Kleinere sehr hilfreich, bevor
die Beikräuter ihnen Licht und Luft nehmen. Wer Lust hat hier aktiv zu werden,
ist willkommen. Dank bisher an Albrecht aus Bremen, der auch ein sehr schönes
Foto vom
Zauneidechsen-Männchen auf dem Weg zum BALDWALD "geschossen"
hat.
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 | Links:
junge Linde | Mitte: Flatterulme | Rechts: Buche als Patenbaum markiert
| Mai
2009: Eine weitere Besonderheit bei BALDWALD ZWEI ist eine kleine, ca.
1 qm grosse Fläche, auf der gerade neue Eichen keimen und die ersten Zentimeter
wachsen. Man könnte es auch die Keimstation des neuen Waldes nennen. Die
dichte Aussaat verhindert, daß die Un- bzw. Beikräuter die Oberhand
gewinnen. In zwei oder drei jahren werden wir diese jungen Pflanzen in die Reihen,
dort wo Lücken entstanden sind, umsetzen. (Ach ja: Die blaue Umzäunung
ist nur dafür da, dass beim Mähen nicht aus versehen die jungen Bäume
abgeschnitten werden. Sie hat sonst keine Bedeutung.)
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| Links: Blick auf die Keimstation
des Waldes | Rechts: die ganz jungen Eichen
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Die Eschen im Januar 2009: Mitten in BALDWALD
ZWEI zwei gibt es eine Eschengruppe mit ca. 400 Bäumen. Zu sehen ist der
Zuwachs nach einem Jahr. Das junge Holz ist dunkler als der etwas ältere
Stamm. Rechts dann ein Blick auf einen Teil der Eschengruppe mit der Wasserpumpe
mitten in ihr. Schon in den nächsten Jahren wird diese Baumgruppe durch ihr
schnelles Höhenwachstum immer deutlicher zu sehen sein und einen Hain mitten
im neuen Wald bilden.
| | |
 links: ein Blick
über die jungen Baumreihen im Januar 2009. Und rechts: zwischen den
Reihen merkwürdige kohlartig aussehende Gewächse, die aber wohl einjährig
sind und so im Winter nun abstrerben. Mal sehn, was im Frühjahr davon bleibt.
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Viel Sonnenschein im Januar 2009: Und was da so
auffällig im Sonnenlicht steht ist ausgeblühter Raps, der noch im Boden
war und nun in den Wintertagen absterben wird.
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Eiche (links) und Buche (rechts) im Winterkleid
Januar 2009: Wie sie sich jetzt gleichen, obwohl eigentlich doch nur die
Buche ihre Blätter bis zum neuen Austrieb behalten sollte. Jedoch haben auch
die meisten jungen Eichen ihr Laub völlig abgeworfen. Diese hier ist eher
die Ausnahme. Wieso es bei einigen Eichen so ist, weiß ich auch nicht. Die
jungen Buchen haben alle noch die Blätter dran.
| Januar
2009: Baldwald zwei ist noch kein Jahr alt und schon sind einige Patenbäume
mit Zeichen versehen. Im Winter kahl und nicht so leicht zu fotografieren bieten
gerade diese Patenzeichen ein wenig Farbe. Sechs Patenbäume als Beispiel.
So geschmückt kommen sie sicher durch die kalten Wintertage der letzten Zeit.
| Patenbaum
Flatterulme mit Kette | Patenbaum
mit Glaskugel | Patenbaum
Esche Januar 2009 | Patenbaum
mit einem bunten "H" | Patenbaum
mit einem bunten "H" | Patenbaum
Linde mit Zettel | | | 
Unscheinba
sind einige Buchen erkennba. Auffällig ist der schon dichte Grasbewuchs schon
im ersten Jahr, mehr als damals bei BALDWALD EINS.
| Weihnachten
25.Dezember 2008:
Es war ein sonnendurchfluteter Weihnachtsmorgen.
Ich habe einen Spaziergang zu BALDWALD EINS und ZWEI gemacht. Hier zwei Fotos
von BALDWALD ZWEI.
Rechts: Im Morgenlicht strahlt eine der
alten Eichen, die bei BALDWALD ZWEI auch stehen.
|  |

Hier
ein Winter-Panoramablick auf einen Teil des Eichen-Mischwaldes. Hunderte neue
junge Laubbäume (Eichen, Flatterulme, Linden,..) bei BALDWALD ZWEI.
 Vor
lauter Arbeit haben wir etwas vergessen, Fotos zu machen. So ist einmal wieder
eine typische Pausensituation zu sehen - und der Baum, das Pflanzloch und der
Spaten müssen noch etwas warten...
| Die
Nuss-Apfel-Beeren-Allee: Am Samstag, den 20. Dezember, kurz vor Weihnachten
wurde die Nuss-Apfelallee fortgesetzt. Zudem war ein Radioreporter für Radio
Bremen 1 da und hat ein paar Töne, Kommentare und Stimmen eingefangen. Sein
Beitrag wird bald gesendet (so wie ich Genaueres weiss, steht es hier auf dieser
Seite.) Dank nochmal an alle Anwesenden (Annette, Norbert, Heike, Martina, Ute,
nochmal Norbert, Jan, Leo, Franka und Aurea). Die Allee im BALDWALD ZWEI
ist eine Extrapflanzung, die den neuen Wald bereichern soll. Nüsse und Äpfel
sowie einige Beeren stehen nun in einer zweireihigen Allee (4 Meter Reihenabstand,
Pflanzabstand 3 bis 5 Meter) an der südlichen Seite des Waldes. Die Pflanzen
wurde danach ausgewählt, dass bei vielen Besuchen im Wald auch ein Apfel,
ein Nuss und/oder Beere gegessen werden kann. Die Apfelsorten sind solche, die
direkt vom Baum gegessen werden können, also keine Lageräpfel. Gepflanzt
wurden an diesem Tag: 2 Maibeeren, 4 Aronia mel. Hugin Apfelbeeren, 2 Maronen
/ Esskastanien (Castanea sativa), 2 Baumhasel (Corylus colurna), 6 Haselnuss und
10 Äpfelbäume als Halbstamm (2 Dälmener Rosen, 2 Danziger Kantapfel,
2 Altländer Pfannkuchen und vier weitere Äpfel. Mit den schon im Frühjahr
gepflanzten 10 Walnussbäumen und den beiden Haselnüssen stehen damit
38 Pflanzen bzw. Bäume in dieser Nuss-Apfel-Beeren-Allee. |
 Foto
1: junge Eschen, bei denen deutlich der diesjährige Zuwachs an der dunkleren
Färbung des jungen Stammes zu sehen ist. Bild 2 und 3 sind junge Flatterulmen,
bei Bild 3 mit einer Kette als Patenbaum markiert.
  Hier
der Blick über den jungen Eichenwald im Herbst und die Wasserpumpe mit weissem
Kot von den Greifvögeln.
15. Juli
2008: In den letzten Wochen hat es wieder mehr und teils sehr gut geregnet.
Die Pflanzen - aber auch die "Begleitflora" - kurz auch Unkraut genannt - ist
prächtig gewachsen. Teils so gut, daß gemäht werden musste (Dank
an Stefan). Dabei wurden einige Wege angelegt.
Juni 2008:
Und neben den Bäumen fangen auch andere Kräuter und Pflanzen an
sich auszuweiten. Auch ein Beitrag zur Artenvielfalt.
Juni 2008: Die Trockenheit der
letzten Wochen hat Spuren hinterlassen. Insgesamt jedoch sind nur wenige der über
7.000 Bäume wirklich in bedrohliche Situation gekommen. Eine Stelle im Erlenbereich
jedoch fällt auf: Hier sind sowohl der Grasbewuchs als auch die Bäume
alle vertrocknet, insgesamt etwa 50 Erlen. Die werden auf alle Fälle im Herbst
oder im nächsten Frühjahr nachgepflanzt. Wahrscheinlich ist hier die
Bodenzusammensetzung irgendwie anders, so dass der Boden keine Feuchtigkeit über
all die trockenen Wochen halten konnte.
Juli 2008: Die meisten Bäume stehen doch trotz
der grossen Wärme und langen Trockenheit recht gut. Nur vereinzelt sind trockene
Zweige (hier am Beispiel einer Esche) zu sehen. Diese frühen Schäden
sind wahrscheinlich auf Pflanzfehler - also dass die Wurzeln keinen rechten Kontakt
zum Boden herstellen konnten - zurückzuführen. Warten wir mal ab, ob
diese Esche sich noch wieder erholt.
 Eschen
- mal in vollem frischen Laub, mal etwas angetrocknet, aber noch nicht verloren..
 Eine
Pumpe und eine mutige Eiche in knochentrockenem Boden.
6.
Juni 2008: Fast vier Wochen sind die jungen Bäume jetzt im Boden -
und fast vier Wochen schon hat es kaum noch geregnet. Obwohl ich in der letzten
Zeit häufiger da war und noch einige Arbeiten am Zaun hatte (nachspannen,
Draht im Boden fester verankern,..), bin ich erst jetzt zu einigen Fotos gekommen.
Und ich war schon etwas nervös, weil ich das Schlimmste - schlapp herunterhängende
Bäume aufgrund der Trockenheit - vermutete. Doch schau
da: insgesammt recht fitt und vital stehen die Bäume in dem doch sehr
trockenen Boden. Ich bin erstaunt, wie wiederstandsfähig und auch wie tapfer
sie das machen: knochentrockener und teils - dort wo er lehmig ist - aufgerissener
Boden, sieht eher aus wie in einer Trockenzone der Erde - und überall frisches
Grass (ja, auch das kommt und wächst) und die jung gepflanzten Bäume.
Sicher, dieser Zustand kann sich schnell ändern und noch ist kein Regen angesagt
- doch es sieht bisher besser aus, als ich vermutete.
Zur Pumpe ist noch
wichtig, dass diese nicht von selbst das Wasser ansaugt, sondern vor dem Pumpen
von oben mit Wasser gefüllt werden muss (2 bis 3 Liter). Daher ist es nowendig,
dass die bei der Pumpe stehende Gießkanne immer wieder gefüllt wird
und nicht leer hinterlassen wird.
9.
Mai 2008: BALDWALD ZWEI ist gepflanzt! Dank an alle Beteiligten (Max, Adrian,
Benny, Christian, Annette, Norbert, Ute und einige mehr). Rund 7.500 Bäume
werden wachsen. Diese antrengende körperliche Pflanzarbeit hat auch zur Folge,
dass ich abends einfach etwas zu kaputt und müde bin und einige Arbeiten
- Texte und Fotos für dieses Tagebuch aufbereiten, die Waldbriefe, neuen
Newsletter und Presseartiekell fertig schreiben,.. - liegen geblieben sind. Doch
nach all den Wetter- und Wasserkapriolen der letzten Wochen, die das ganze Projekt
BALDWALD ZWEI um einige Wochen verzögert haben, ist es schön zu sehen,
dass die Bäume nun im Boden stehen und anfangen zu treiben.
23.
April 2008: Angesichts des sonnigen norddeutschen Wetters und der geringen
Niederschläge sowie der nachlassenden Schneeschmelze (im Harz) wird es wohl
jetzt möglich sein, die zweite Hälfte des neuen Waldes zu pflanzen.
Ob und wie es gelungen ist dann später hier.
Viele Nachfragen erreichten uns, ob wir etwas zum Tag des Baumes - jetzt Freitag,
am 25. April - wie geplant machen. Ja, wir pflanzen und pflanzen und pflanzen,...
ca. 3.500 Bäume warten bei uns noch darauf. Eine weitere besondere Aktion,
zu der wir gern dann alle eingeladen hätten, schaffen wir zum diesjährigen
Tag des Baumes jedoch nicht mehr. Wir holen das aber nach.
9. April 2008: Die aktuelle Schneeschmelze
im Harz hat dazu geführt, dass die Wasserstände auch bei BALDWALD
ZWEI nicht fallen. Noch kann daher die eine Hälfte des Waldes nicht
für das Pflanzen vorbereitet werden. Die direkte Abhängigkeit des Wasserstandes
im BALDWALD ZWEI von
den Wasserhöhen der Aller (Fluss in Norddeutschland, jetzt ca. 800 Meter
vom neuen Wald entfernt) spricht weiter dafürr, daß der neue Wald in
einem uralten Flussbett liegt. (siehe auch >>hier,
Eintragung 30.Januar 2008) Dort aber, wo wir schon pflanzen konnten (ca.
4.000 neue Bäume sind in der Erde!) beginnt das Treiben: Im Bild rechts eine
Flatterulme mit ersten Lebenszeichen.
 | 23.
März 2008: Ein erneuter Besuch bei BALDWALD ZWEI zeigte, wie hoch
im Moment noch das Grundwasser drückt: Kleinere schon bepflanzte Teilflächen
stehen nach dem Pflanzen erstmalig unter Wasser.
Für die jungen Pflanzen
hat das evtl. sogar etwas Gutes, da die Wurzeln nun richtig guten Kontakt zu Erde
und Wasser bekommen. Wenn es jedoch länger stehen bleibt könnten Wurzeln
und Pflanzen auch Schaden nehmen. |
21.März
2008: Weiterhin Regen und Teil-Land unter. Ein Teil des neuen Waldes liegt
immer noch im Wasser, der Boden kann für die Pflanzung nicht entsprechend
vorbereitet werden. Der Fluss Aller (ganz in der Nähe) hat wieder steigende
Wasserstände. Was bleibt ist warten auf sinkendes Wasser.
|  | 17.
März 2008: Weitere etwa 2.000 Pflanzen...
...wurden heute -
wieder bei gutem Sonnenwetter - von insgesamt vier Personen gepflanzt. Rund 10
Stunden draussen. Dank an Benny, Christian und Max! Gepflanzt wurden heute weiterhin
die Eichen (im Mischverband 1:4 mit Hainbuche und Rotbuche) und ein Teil des Eschenhain
(ein Quadrat mit Eschen in der Mitte des Waldes, um die alte Wasserstelle herum).
Insgesamt sind damit etwa 4.000 Bäume eingepfanzt worden, dass ist etwa die
Hälfte des neuen Waldes. |
Die andere Teilfläche
liegt etwas tiefer und hat eine andere Bodenzusammensetzung (mehr lehmig,..).
Dieser Teil ist wegen des immer noch hoch stehenden Grundwassers nicht befahrbar
und kann daher auch nicht für das Pflanzen vorbereitet werden (pflügen,
kreiseln,..). Es ist jetzt notwendig, dass der Grundwasserstand bzw. der Wasserstand
der Aller (Fluss in der Nähe) fällt damit die Ackerfläche für
das Pflanzen vorbereitet werden kann. Aktuell ist es dort einfach noch so nass,
dass der Trecker fast versinkt und seine Räder nur durchdrehen. Die weiteren
Pflanzen für die Fläche liegen solange gut in der Erde eingeschlagen
auf dem Acker.
15. März: BALDWALD
FILM im Fernsehen und Internet! Ein Fernsehteam hat für das Regionalfernsehen
in Bremen ("buten un binnen") einen TV-Beitrag zu BALDWALD produziert. Er wurde
am 15. März gesendet und ist auch im Internet noch zu sehen. Dank an alle
Beteiligten, besonders an Carsten Prehn, Redakteur des Filmes. >>mehr
dazu hier
15. Mürz 2008: Ein
neuer Wald füngt an. Die ersten rund 2.000 Pflanzen sind heute gepflanzt
worden. Das Wetter war prima, der Boden oft gut, manchmal jedoch etwas lehmig
und schmierig. Sieben Freunde und Freundinnen von BALDWALD waren da, einige den
ganzen 10-Stunden-Tag, andere etwas kürzer. Die Stimmung und Freude war wunderbar.
Dank an Adrian und Max, Benny, Annette und Norbert und Ute. Gepflanzt wurden die
Stieleichen im Mischverband 1:4 mit den Flatterulmen und Hainbuchen. Zudem wurden
die ersten Teilreihen des mitten im Wald, um die alte Wasserstelle herum geplanten
Eschenhains angelegt. 14. März 2008: Die
Pflanzen sind da! Inzwischen ist viel passiert: Das Wasser hat sich teilweise
- noch nicht ganz - verzogen, so dass etwa 2/3 der neuen Fläche vorbereitet
(gepflügt; Dank an Peter) werden konnte. Die Zaunpfähle (Eiche) wurden
gesetzt (ca. 100; Dank an Stefan)) und der Zaun gezogen und gespannt (Dank an
Bernd).
Die Pflanzen sind nun auch geliefert worden, insg. 7. 825 junge
Bäume, und zwar:
Stieleiche, 5.150
Winterlinde, 200 (Tilia cordata)
Hainbuche, je 750 (Carpinus betulus)
Rotbuche ca. 750 (Fagus sylvatica)
Flatterulme ca. 150
Roterle ca. 500
Esche ca. 175
und
für den Randstreifen: Haselnuss, Pfaffenhütchen und Ohrweide, je 50 Die
Stieleichen werden mit den Mischbaumarten Hainbuche, Rotbuche, Winterlinde und
Flatterulme im Verhältnis 4:1, d.h. nach vier Eichen kommt eine Mischbaumpflanze,
gepflanzt. Die Roterlen und die Eschen werden in Gruppem gepflanzt. Und das Beste:
Morgen, am 15. März beginnt die Pflanzung.
30.
Januar 2008: Neuer Wald unter Wasser? Die schon länger andauernde
Hochwasserlage in Norddeutschland hat auch bei der neuen Waldfläche, die
im März bepflanzt werden soll, zu reichlich Wasser geführt. Rund die
Hälfte der 15.000 Quadratmeter stehen teils 20 bis 30 cm unter Wasser. Hier
ein Panoramablick aus dem in der Nachbarchaft stehenden Hochsitz. Noch erkennbar
ist auch der Wasserstand in den Nachbarflächen. Es gibt die Vermutung bzw.
Möglichkeit, dass hier im Mittelalter ein altes Flussbett des jetzt ca. 800
Meter entfernt fliessenden Flusses "Aller" war. Diese"Aller" (gut zu sehen auf
dem >>Satelliten-
bzw. Luftbild) ist immer stark "mäandert", was heisst, dass er im Laufe
der Jahrhunderte seinen Verlauf immer wieder geändert hat. (Gute Erklärung
wie das vor sich geht ist >>hier).
Heute verhindern die starken und hohen Deiche dies. Allso könnte es sein,
dass der neuen Wald teils in einem alten Flussbett entsteht. 
Was
vor wenigen Wochen noch harmlos anfing, ist inzwischen enorm gewachsen: Der Wasserstand.
vier Wochen später: 
Für
die weitere Vorbereitung der Fläche für die Pflanzung (Pfähle und
Zaun setzen, Bodenbearbeitung,..) muss es jetzt erstmal einen niedrigeren Wasserstand
geben und der Boden muss einigermassen trocken und befahrbar sein. Aber das wird
schon. Klar ist inzwischen auch, dass die jetzt unter Wasser stehende Fläche
mit Pflanzen, die das abkönnen, z.B. Erlen, bepflanzt wird.
November/Dezember
2007: Noch steht durch die feuchten Tage Oberflächenwasser auf der
bisherigen Wiese. Für weitere Arbeiten muss es trockener werden.
September
/ Oktober 2007: Besichtigung der Fläche mit dem Förster (dabei
sahen wir einen wunderbaren Fuchs in voller Grösse!). Der genaue Zuschnitt
der neuen Waldfläche wurde abgestimmt. Da es zwischen dem vorderen und hinteren
Teil eine leichte Absenkung gibt (ca. 1 Meter Höhenunterschied) wurde diese
Kante als zukünftige Grenze gewählt. Es wurde darauf ein genauerer Arbeits-
und Pflanzplan erstellt. Der neue Wald ensteht aus: ca. 5.100 Stieleichen, 750
Hunbuchen, 200 Winterlinden, 150 Flatterulmen, 750 Rotbuchen, 175 Eschen und 500
Roterlen. Zur Randbepflanzung - quasi als Übergang zwischen Wald und Wiesen
- werden zusätzlich je 50 Haselnuss, Pfaffenhütchen und Ohrweiden gepflanzt.
Zudem wurde entschieden, dass fünf grosse Eichen die am Rande stehen und
die neuen Bäume zu sehr verschatten würden, noch gefällt werden
sollen. Weitere alte Eichen, die die Anpflanzung nicht weiter stören, bleiben
natürlich stehen.
August 2007: Inzwischen
konnte die Bodenuntersuchung ("Standortskundliche Untersuchung...") durch den
Geologen Karl-F. Prigge durchgeführt werden. Es gibt ein Bodengutachten,
indem die Standortstypen und Bepflanzungsvorschläge genannt werden.
Juli
2007: Für den Plan, einen weiteren Wald anzulegen wurde nach einer
neuen Fläche Ausschau gehalten. In unmittelbarer Nähe des ersten Waldes,
eingerahmt von kleineren Fichtenanpflanzungen und einigen älteren Eichen
wurde die Fläche "In den Flagen" (so wird sie beim Katasteramt genannt; im
Ort heißt sie auch "Heidzloh") ausgewählt. Von den dort ca. 3,3 ha
(also 33.000 Quadratmeter) sollen jetzt ca. 1,5 ha neu als Wald angelegt werden.
Bisher wurde diese Fläche als Grünbrache genutzt.
Übrigens: Zum ersten Wald aus 2006 - BALDWALD EINS - gibt es eigenes Wald-Foto-Tagebuch:
>>2005
+ 2006 | >>2007
+ 2008
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