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 Beregnung im Mai 2007
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Tiere die jungen Pflanzen? Ja, sehr gern.
Gegen die Rehe (und Wildschweine und Kaninchen... ) sind die Neuanpflanzungen mit einem Zaun eingezäunt, der ca. 1,60 Meter hoch. Diese Höhe sollte reichen (obwohl wenn ein Reh will und etwas Anlauf nimmt die 1,60 Meter kein Problem wären - und Rehe sind sehr häufig und sehr viele zu sehen!). Gegen die Kaninchen und Hasen ist es schwerer, da sie gern unter dem Zaun einen Gang wühlen. Bisher ist das aber kaum sichtbar gewesen.In diesem Zaun gibt es
Eingangstore, durch die die Paten und Patinnen den Wald betreten können. Das ist etwas ungewöhnlich und wird üblicherweise so nicht gemacht. Das Risiko ist auch hoch: Wird einmal bei einem Besuch vergessen, die Pforte gut zu schließen, können insb. Rehe die Anpflanzung in wenigen Tagen völlig vernichten, indem sie die lebenswichtigen Knospen der jungen Bäume - und die schmecken ihnen gut - abfressen. Die Bäume sind dann verloren! Wichtig ist es deshalb die Pforte sicher und immer wieder gut zu verschließen. Der Zaum selbst wird erst
nach 10 bis 12 Jahren beseitigt, dann sind die Bäume nicht mehr vom Wildfraas gefährdet.Gegen die Mäuse ist es schon etwas schwerer. Da sind zum einen die Mäuse, die am Stamm die Rinden annagen. Es sind entweder die "Erdmaus" oder auch die "Rötelmaus". Bisher habe ich bei baldwald nur vereinzelt angenagte Rinden festgestellt, an ca. 5 Bäumen jedoch auch so massiv, daß diese sich nicht mehr erholt haben. (Durch die Rinde und die darunter liegenden Schichten wird der Baum ja mit Flüssigkeit und Nährstoffe von den Wurzeln her versorgt). Da diese beiden Mausarten sich auch viel oberirdisch bewegen, haben die immer wieder anzutreffenden Greifvögel - unterstützt durch die beiden gebauten Sitzstangen ("Julen") - diese Mäuse scheinbar schon gut dezimiert.Ganz anders jedoch stellt sich die Situation mit der "Schermaus", auch "Große Wühlmaus" oder "Molmaus" genannt, dar. Diese - besonders der nicht mehr am Wasser lebende Typ - lebt ausschließlich unterirdisch und ernährt sich von frischen Wurzeln. Hier haben die neuen Bäume gute Nahrung geliefert. Einen Schaden erkennt man daren, daß der Baum ohne Wurzeln schräg stehend so aus der Erde gezogen werden kann, sieht dann so aus:
Häufig sind die Schäden der Schermaus nicht so offensichtlich, da noch ein Teil der Baumwurzeln intakt ist. Der Baum steht und wächst - aber eben langsam. Ich habe den Eindruck, daß ca. 300 bis 500 Bäume bei baldwald eins mit dem Fraß der Schermäuse zu kämpfen haben. Die Vorarbeiten des Bodens (Tiefenlockerung) hat es den Schermäusen auch sehr einfach gemacht, im Boden ihre Gänge zu bauen. Bei BALDWALD ZWEI wurde deshalb auch auf diese Bodenvorarbeitung verzichtet. (Inzwischen wurden einige Schermäuse gefangen. Details dazu werde ich hier nicht weiter beschreiben. Wen es unbedingt interessiert, der möge sich einfach melden).
Was
gibt es noch in der Nähe des Waldes? Der Wald liegt
abseits der Straßen, mitten in der norddeutschen Natur, ca. 1 km vom nächsten
Haus entfernt. Es gibt einen einfachen, nicht gepflasterten oder befestigten Weg
dorthin, den "Birkenweg".
In Fahrradentfernung ist ein Fluß,
die Aller. Es gibt eine alte historische "Furt" wenige 100 Meter entfernt. In
der Umgebung gibt es einige Ausflugsziele: Blaubeerplantagen, wo in der Blaubeerensaison
auch gekauft und selbst gepflückt werden kann. Es gibt in ca. 3 km Entfernung
zwei Landgaststätten eine mit einem kleinen Spielplatz, Pferden und einiges mehr.
Wie komme ich zum Wald? Alle
Paten erhalten mit der Urkunde einen Plan mit Streckenbeschreibungen und weitere
Tips für einen Besuch im Wald. Grundsätzlich kann jeder zu Fuß
oder mit dem Fahrrad zum Wald kommen. Autos müssen ca. 500 Meter vorher parken,
da der Weg zum Wald nur für Forst- und Landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen
ist.
Zur nächsten Bahnstation an der Strecke Bremen-Hannover sind
es mit dem Fahrrad ca. 40 Minuten. Es ist eine schöne Fahrradstrecke. | |