Baum des Jahres 2012 bei BALDWAD: Die Europäische
Lärche
10 Erfahrungen zur Europäischen Lärche in BALDWALD
1. Sie wachsen enorm schnell, was die Anpflanzung und Aufforstung
vereinfacht. Beim Pflanzen (März 2006, Bilder
im ersten Fototagebuch) waren sie die Kleinsten, gerademal 20 cm
hoch. Heute knapp 6 Jahre später sind sie mit die Größten,
teils weit über 3 Meter. Insgesamt wurden in BALDWALD EINS 500
Europäische Lärchen (Larix decidua) als Gruppe gepflanzt.
2. Lärchen sind Gewinnertypen: Da sie schnell die Licht-Vorherrschaft
über alle anderen Pflanzen - also auch die nicht Gewünschten
- übernehmen sind sie Gewinner: wo die Lärchen stehen wächst
nichts Anderes. Schon im 3 Jahr waren Sie die Vorherrschenden auf Ihrer
Fläche
3. Ihre Wurzeln schmecken nicht - jedenfalls nicht den unterirdisch
gefräßigen Scheermäusen. Verbiss an den Wurzeln und
in Folge umstürzende Bäume haben wir in der Lärchengruppe
bisher nicht festgestellt.
4. Die Lärchen sind sehr fotogen: Im Frühjahr ein
helles, geradzu saftiges grün und tolle Knospen dazu, im Herbst
ein im Sonnenlicht leuchtendes gelb...

5. Lärchen sind mit Abstand die besten
Schneefänger weit und breit. Hier der Beweis: Schneebälle
überall in den Lärchenzweigen.
6. Je älter sie werden desto abweisender werden sie,
denn die unteren Äste der Lärchen sterben ab, bleiben
aber meist am Stamm. Beim Begehen der Reihen versperren diese alten
Zweige dann den Weg, zerbrechen beim Berühren und stauben rum.
Alte Lärchenbestände laden nicht gerade zum Spazierengehen
und Kennenlernen ein.
7. Die Lärchen haben es geschafft, einen ganz eigenen Bodenbelag
zu kreieren. Die Vielzahl der abgeworfenen Nadeln bildet einen dichten,
rot-braunen Bodenteppich. Hier sieht es schon nach wenigen Jahren
wie auf einem Waldboden aus.
8. Lärchenbäume sind als Patenbäume nur wenig beliebt.
Die Fanatasie von einem Patenbaum führt die Paten eher zum
Ahorn, zur Buche und Linde. Die Lärche wird nie ein Kletterbaum
und bildet später auch kein schützendes Dach. Nur einzelne
Paten haben daher bisher die Lärche gewählt:

9. Ausblick für die Lärche: Die Lärche ist fortswirtschaftlich
noch beliebt, da Wachstum und Holz schnelle Erträge ermöglichen.
Wahrscheinich wird sich das ändern, denn die Lärche (mit der
Fichte) wird wohl zu den Verlierern im Klimawandel zählen. (>>Quelle),
da sie ursprünglich ein Baum für kühl-feuchte Hochgebirgslagen
ist. Andere jedoch, z.B. in NRW meinen, sie sei "gewappnet für
den Klimawandel.." >>Quelle
10.: Aber die Wirklichkeit ist noch viel komplizierter:
Da gibt es den "Grauen Lärchenwickler", der durch den
Klimawandel in höhere Regionen der Gebirge ausweicht, dort aber
keine Lärchen mehr findet. So scheidet er als Vernichter der Lärchen
aus - doch auf welche Bäume geht er dann? ... (>>Quelle1|
>>Quelle
2)...
Soweit zum Baum des Jahres 2012.
Viele
Bäume bei BALDWALD waren schon Baum des Jahres:
2011 Wallnuss:
einzelne Walnussbäume
in beiden BALDWALD-Wäldern
2009 Bergahorn:
400
Bergahorne bei BALDALD EINS
2008 Wallnuss:
10 bei
BALDWALD ZWEI
2003 Schwarz-Erle:
Nein, aber 500
Rot-Erlen bei WALD ZWEI
2001 Esche:
Ca. 170 bei BALDWALD ZWEI
1996 Hainbuche:
Ca. 1200 insgesamt
1992 Berg-Ulme:
Nein, aber 150 Flatterulmen BALDWALD ZWEI
1991 Sommer-Linde:
Nein, aber ca. 650 Winterlinden insg.
1990 Buche:
Ca. 3.600 Rotbuchen (Fagus sylvatica) insg.
1989 Stiel-Eiche:
Ca. 5.100 bei BALDWALD ZWEI