Der Weihnachtsbaum in Deutschland

Jährlich werden ca. 30 Millionen Bäume (*) zur weihnachtlichen Dekoration genutzt. Gegenüber den ca. 180 Millionen Bäume (*) die pro Jahr in Deutschland gefällt werden ist das schon eine beträchtliche Größe. Wo sind die Probleme und wie die Alternativen ?

 

▷▷ Vorweg: Wenn ein kleiner, nur 2 Minuten langer Trickfilm über Weihnachtsbäume es schafft über 9.000.000 Aufrufe zu erreichen (ok, in acht Jahren), dann muss er was besonderes sein. Und wahrlich, dass ist schon gelungen. Ich glaube es ist zum Einen das widersprüchliche Thema (Weihnachstsstimmung versus Baum-/Umweltschutz), die wunderbaren Stimmen der Bäume und die Situation wo ein "NO!" eben kein "NO!" ist. Hier ist er:

 

 

▷▷ Weihnachtsbäume sind ein grosser und umkämpfter Markt. Geschätzt wird ein Umsatz von jährlich 700 Millionen Euro (*) in Deutschland: "Etwa 10 Prozent der Weihnachtsbäume werden importiert, vor allem aus Dänemark, aber auch aus Ungarn, Österreich, Polen und Tschechien. ..Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft. ... " Quelle. "Der Markt ist heiß umkämpft, in Georgien und Deutschland, das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen blüht. Der Umsatz stieg seit 2000 um über 60 Prozent." Handelsblatt 201

▷▷ "Pestizide im Weihnachtsbaum? Dieser Fund mag sich zunächst bedrohlich anhören. NDR Markt weist allerdings darauf hin, dass die Konzentrationen "sehr gering" seien und für Verbraucher keine akute Gesundheitsgefahr bestünde. .. So der STERN 2016. Und hier: "Das Land (gemeint ist Baden-Württemberg) hat im vergangenen Jahr 47 Proben von Boden oder Nadeln aus Weihnachtsbaumkulturen veranlasst. Sie wurden gezielt auf Pflanzenschutzmittelwirkstoffe untersucht. Dabei wurden in keiner Probe Rückstände gefunden, die auf eine unzulässige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln schließen ließen." Quelle . Wer zu Weihnachtsbäume aus ökologischem Anbau: hier einige Zeilen was wie und warum dort passiert.


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▷▷ Weihnachtsbäume werden mit Herbiziden hochgezogen: "Seit Kyrill (ein Orkan in Deutschland im Jahr 2007) wachsen auf den Sauerländer Plantagen rund 14 Millionen Weihnachtsbäume mehr als zuvor. Die Anbaufläche ist um 25 Prozent gewachsen auf eute rund 13.000 Hektar. ... „Keiner wünscht sich den Einsatz von Herbiziden. Aber er ist nun mal unumgänglich, um gute Bäume gedeihen zu lassen“... " Handelsblatt 2017 h

▷▷ Glyphosat für Weihnachtsbäume? "Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) warnte im Dezember 2014, dass in den Nadeln von mehr als jedem zweiten Weihnachtsbaum Rückstände von Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat oder Prosulfocarb nachweisbar seien." Quelle

▷▷ Landbelegung durch Weihnachtsbäume: Angesichts des Energie- und Lebensmittelbedarfe sind die 30 bis 50.000 Hektar bzw. 500 Quadratkilometer (also so zwischen den Flächen von München (300 qkm) und Hamburg (700 qkm). Eine Größe die nicht einfach unberücksichtigt bleiben kann.

▷▷ Ökobilanz und Moral des Weihnachtsbaumes? Wenn hier ein individuelles Lebewesen in ganz jungen Jahren als Teil einer Monokultur (da lebt auch kein Tier mehr drin) gefällt wird und nach kurzer Zeit im Müll landet müsste kritik aufkommen. Aber die heiligkeit des weihnachtsfestes ist ungebrochen. Zur Ökobilanz wird dann geschrieben: "»Der Weihnachtsbaum allein schneidet gar nicht so schlecht ab. Dabei darf man aber sicherlich nicht nur auf die ökologischen Aspekte schauen, sondern muss auch den Wohlfühlfaktor und das Erlebnis Weihnachten mit einbeziehen, denn diese wiegen sicherlich genauso schwer«, erklärt Matthias Fischer ... " (Quelle).


▷▷ Hier sind sechs Alternativen:
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1. Den Weihnachtsbaum aus Durchforstungsarbeiten im heimischen Wald holen, weil diese sowieso anfallen. Dazu bedarf es aber Kontakte zu Forstbetrieben da solche Bäume nicht auf dem Markt angeboten werden. Meist (jedenfalls hier in Norddeutschland) werden es Kiefern und Fichten sein die so zu bekommen sind. In diesen Jahren wegen der Borkenkäferplagen schwierig.

2. Grüne Baumzweige als Gesteck statt eines ganzen Baumes. Dass sieht oft sehr wunderbar aus, kann aber auch nur begrenzt von einem Baum geerntet werden. Zweige werden auch bei den Weihnachtsständen meist mit angeboten. In der Regel wurde dafür kein Baum gefällt.

3. Weihnachtsbaum mieten: Es ist nicht ganz einfach damit, aber dieses Jahr können Bäume wieder ausgeliehen werden. "Rent a plant" nennt sich der shop, ab November gehts dort los. Preise werden noch nicht genannt. "Martin´s Paderbäumchen" (in Paderborn) bietet Miet-Weihnachtsbäume zwischen 80 und 120 EUR, incl. Anlieferung & Abholung bundesweit! Bei "Wundertree" (Berlin, Potsdam)ist scheinbar schon alles ausverkauft. In Berlin ("Weihnachtsurwald") gibts auch kleinere Bäume günstig zu mieten (ab 15,- bis 90,- EUR). "Weihnachtsbaumfreunde" bietet einen shop in dem online der Weihnachtsbaum bestellt werden kann, ab 75 EUR. Und für eine Reihe von Großstädten gibt es auch schon feste Abholtermine.

4. Wiedereinpflanzen lässt sich zumindest in den ersten Jahren ein Weihnachtsbaum auch im privaten Garten. Voraussetzung ist ein bewurzelter Baum und ein nur wenige Tage langer Aufenthalt des Baumes in der warmen Weihnachtsstube. "Zehn bis zwölf Prozent der Weihnachtsbäume werden im Topf gekauft." *. Der Ex-Weihnachtsbaum kann später im Garten als normale Tanne noch ein langes Baumleben haben. Eine Anleitung zum richtigen Auspflanzen hier die Kurz-Anleitung, hier die ausführliche Anleitung dazu.

5. Weihnachtsbaum-Silhouetten für die eigene Gestaltung. Kaufbar 15 bis 180 cm Höhe, von 9,- bis 160,- EUR. (Klicks auf die Bilder führen zu amazon. Bei Kauf darüber erhalten wir für die neuen Wäler eine kleine Provision, der Preis ändert sich nicht. Infos hier.)



6 Andere - nicht kaufbare - Weihnachtsbaum-Alternativen:


Bilder mit freundlichen Genehmigungen:Links: www.thomaskuenzle.ch Dank an Thomas Künzle (Bildquelle). Rechts: www.reflexionblog.de/ Dank an Moni Sertel.
Zahlen-Quellen: 30 Millionen Weinachtsbäume | 180 Millionen gefällte Baume. | 12% im Topf verkaufte Weinachtsbäume | 700 Millionen Euro Umsatz |
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