Fototagebuch eines neuen Waldes: TINY-FOREST photo diary

TINY-FOREST ist ein neuer Wald von ca. 2700 Quadratmetern Fläche. Es ist eine kleine Aufforstung als Insel in ansonsten kahler landwirtschaftlicher Fläche. Wir vom BALDWALD-Projekt unterstützen diesen neuen Wald umfassend. Da es keine eigene Internetseite zum TINY-FOREST gibt haben wir einige Seiten dazu hier auf BALDWALD eingepflegt. Hier das Waldtagebuch.

 


Farben im Herbst

Zum 2.mal erleben die jungen Bäume im Tiny-Forest jetzt ihre Umstellung auf die kalte Jahreszeit. Immer ein Farbenspiel mit eher blassen Farben. Hier ein paar Bilder von Mitte Oktober, mal ganz ohne Kommentar.


27. Juni 2020

Sie haben es gut: die jungen Bäume im TINY-FOREST, die immer wieder mit Wasser versorgt werden. Inzwischen teils mehrfach die Woche pumpen wir 6-10 tausend Liter Wasser hoch und lassen es durch die Schwerkraft auf die meisten der rund 300 neu gepflanzten Bäume verteilen. Zwar werden aufgrund der Wasserhydraulik in den Schläuchen die Bäumchen etwas unterschiedlich bewässert - einige mit beständigem Wasserfluss, andere nur tröpfchenweise - aber es wirkt und ist immer besser zu sehen: Trotz Trockenheit, schon teils verdörtem Gras, sengender Sonne und trockenem Wind stehen ca. 250 der 300 jungen Bäume bisher vital und lebensfroh da. Hier ein paar Bilder:

junger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forestjunger Baum im neuen Tiny Forest

 

 

11. Juni 2020

So schnell ist Natur: Vor gut 2 Wochen waren die Frostschäden an den jungen Wallnuss- und Maronenbäumchen ein trauriges Bild, doch schon jetzt ist bei Vielen die zweite Blattgeneration am kommen. Meistens, denn nicht alle haben es schon so weit gebracht.

Das größere Problem ist die Trockenheit der letzten Wochen. Im März gab´s zwar noch Regenüberschuss (gegenüber dem langjährigen Mittel) aber im April und Mai ist (fast) gar kein Regen gefallen. Aktuell beträgt das Regendefizit ca. 50 Liter pro Quadratmeter! Das ist viel. Um so schöner war es jetzt einmal ganz früh am Tage den Wald zu besuchen um den vielen Tau an den Blättern und Stengel zu erleben. Wenn auch der Boden nach wie vor zu trocken ist (und die Bewässerung im TINY-FOREST so oft wie möglich läuft) sind die taufeuchten Blätter und Stengel am Morgen ein Wohltat - nicht nur für die Bäumchen. Erstaunlich fand ich schon dass eigentlich alle Tautropfen am Stengel oben auf diesen sitzen. Wie und wieso sie dies machen ist mir unklar; eigentlich hängen Wassertropfen immmer nach unten. Als wenn sie der Schwerkraft trotzen wollen. (Tau entsteht wenn der Wasserdampf in Bodennähe bei abkühlender Luft kondensiert.)

Links ein Wallnussblatt mit kleinem Frostschadenrest, Mitte eine Marone mit zwischendrin Reste des Frostschadens, rechts ein etwas trockener Ahorn.

Dreimal Ahorn: Links schon sehr sehr trocken, Mitte viele neue Blätter und rechts ein recht vitaler Ahorn.

Dreimal Tau am Morgen: Links auf den Blättern einer kleiner Eiche, in der Mitte am Stengel eines Bäumchens und rechts im Spinnennetz am Boden.

Noch einmal Tau am Morgen, der Schwerkraft trotzend, immer oben auf dem Stengel. In der Mitte viele Blütenpflanzen (Kamille, Mohn, Disteln, ...) und auch schöne und selten zu sehende Gräserbüschel im TINY-FOREST (rechts).

Ende Mai 2020

Ein früher Morgenbesuch im TINY-Forest Ende Mai zeigte es erneut: Die (geringen) Maifröste dieses Jahres haben doch einige Schäden hinterlassen: Viele Blätter (nicht Alle!) der jungen Wallnussbäume sind aktuell abgestorben und sehen schwarz statt grün aus. Es scheint so, dass in Bodennähe die Temperaturen in einigen frühen Morgenstunden tatsächlich unter Null gefallen sind. Alles nicht so schlimm wie im letzten Jahr, aber trotzdem für die jungen Wallnussbäumchen kräftezerend, denn sie müssen nun eine zweite Blattgeneration erzeugen. Das werden sie schaffen, aber die Enregie ist für damit für ihr Höhen- und Wurzelwachstum verloren. Alle anderen Baumarten haben diese kalten Nächte ohen sichtbaren Schaden überstanden. Hier ein paar Bilder der verschiedenen jungen Bäume. (Bild 1+2: erfrorene Wallnussblätter | Bild 3: Marone | Bild 4: Linde | Bild 5: Eiche | Bild 6: Buche)

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Nicht nur im Herbst,

auch im Frühjahr sind am frühen Tag Spinnennetze gut zu sehen, denn der Morgentau kondensiert dort. Und mit etwas Fantasie sieht man/frau im zweiten Bild das Schaf das am Morgen grasen will....


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Mai 2020

So langsam werden immer mehr junge Bäume gut sichtbar. Hier einige Bilder vom Anfang Mai, die jedoch mit dem Handy gemacht wurden und daher nicht so


Ein Blick über einige der kleinen Bäume, hier einige Ahorne und Hainbuchen im Bild, die langsam beginnen die Fläche zu bewalden. (Die hintere graue Ackerfläche gehört nicht mehr zum Tiny-Forest und die beiden Bäume rechts im Bild sind schon etwas älter, also Altbestand.)

Links eine ältere, aber noch sehr kleine Eiche, erkennbar an dem doch kräftigen Stamm, deren Triebe in den letzten Jahren immer vom Rehwild verspeist wurden uns so nicht in die Höhe wachsen konnte. Jetzt mit dem zaun hat sie ersteinmal Ruhe. In der Mitte ein Ahorn, den wir gepflanzt haben und rechts eine Marone. Weitere Blder kommen demnächst.

 

April 2020

Die jungen Pflanzen erwachen mehr und mehr aus ihrem ersten Winter hier vor Ort. Nun wird sich zeigen wie gut sie Fuß fassen konnten und ob sie gesund in das neue Lebensjahr starten. Die ersten Eindrücke sind sehr ermutigend: Die jungen Knospen wirken prall und kräftig. Jetzt heist es die Gefahren des Frühjahrs - insbesondere Trockenheit und eventuelle späte Fröste - zu überstehen. Da eine neue Frühjahrstrockenheit schon deutlich spärbar ist (seit über 30 Tagen kein Regen!) haben wir am 18. April das erstemal die Einzelbewässerung in Gang gesetzt. Über 6.000 Liter wurden an die jungen Bäume verteilt. Hier ein paar Fotos aus dem jungen Wald von Mitte April 2020:

Links: Ein Blick in das Gelände; die jungen Pflanzen sind (noch laublos) kaum zu erkennen. In der Mitte: Ein alter, kleiner Graben mitten im Gelände, der jedoch fast immer trocken ist. Rechts: Ein anderer Grabenabschnitt der wunderbareweise noch ein wenig Wasser hält.

Links: Eine Wallnussknospe, noch sehr zurückhalten und wartend. Mitte: Die junge Knospe der Buche, ebenso rechts, aber noch etwas zurückhaltend.

Links: Viele junge Knospen am Buchenbäumchen. Mitte: Eine kleine Hainbuche mit schon aufgehenden Blättern. Rechts: Die erste aufgehende Knopse eines Ahorns. Andere Ahorne halten sich noch zurück.

 

Im Spätsommer 2019 aus der Luft. Dank an Arne Brill (homepage hier) für die Aufnahmen

Aus der Luft betrachtet sieht der TINY-FOREST recht grün aus. Doch das täuscht, denn es sind viele Büsche statt Bäume, die letztlich kein weiteres Wachstum haben. Deutlich wird bei diesen Luftaufnahmen auch die Dimension: Die rund 300 gepflanzten Bäume fallen bisher so gut wie gar nicht auf.

Die drei Luftbilder kurz erläutert:

Bild 1, links: Die kleine Baumgruppe, dass ist der TINY-FOREST (TF). Die grauen Flächen - links vor dem TF und die Fläche hinter ihm sind abgeerntete Maisflächen; Links neben dem TF steht der Mais noch. Von hier gesehen sieht es schon recht bewaldet aus, aber wie gesagt es täuscht auch.


Bild 2, rechts: Etwas näher sind die baumlosen Flächen im oberen Teil des TF schon gut zu erkennen. Bei den scheinbaren Bäumen dort handelt es sich überwiegend um niedriges, kaum noch wachstumsfähiges Buschwerk.

Bild 3: Noch etwas näher - und so langsam wird es unscharf - sind die kahlen Flächen und sogar die frischen kleinen Bäume (die kleinen hellgrünen Wallnuss- und Maronenbäumchen, rechts oben im Bild) zu erkennen.

 

Das Sommerende im TINY-FOREST hat begonnen.

Ein paar Eindrücke hier wie langsam das grün färbende Chlophyll die Blätter verlässt.

 

Doch auch das gibt es gleichzeitig. Früh Morgens feuchte und tropfende Blätter die noch lange nicht daran denken in den Herbstmodus umzuschalten. .

 

Eindrucksvoll auch die vielfältigen Gräser, die sich Dank der Einzäunung nun wieder voll entwickeln können weil sie endlich Ruhe vor fressenden Rehen & Co. haben..

 

Herbstbeginn heißt immer auch viele neue Spinnennetze. Hier drei der häufigsten Formen: links wie ein Zelt, in der Mitte frei gespant und rechts wie ein schwebender Teppich. Welche Baukünstler bzw. Spinnen dahinter stecken ist mit leider nicht bekannt.

Kurz vor Herbstbeginn (21. September) zeigen sich deutliche Spuren der Vorbereitungen der Bäume auf die kühlere und blattlose Zeit.


 

Wir freuen uns immer über Spenden
die für Nachpflanzungen, Bewässerungen und die Pflege der jungen Bäume nutzen. Nur dafür. Garantiert

 


 


Ende Juli 2019: Trockenschäden sind nicht zu vermeiden
bei diesem Sommer, aber sie sind bisher noch sehr überschaubar. Die Bewässerung der jungen Bäume und die hohen Gräser herum geben Ihnen Schutz vor zuviel Austrocknung. Hier einige Eindrücke der jungen Baumblätter Ende Juli, an einem frühen, feuchten Morgen.

 

 

Juli 2019: Schutz vor Austrocknung

Nicht nur die Tröpfchenbewässerung auch die hohe Gräser schützen die jungen Bäume und den Boden um sie herum vor Austrocknung. Wir haben wegen der grossen Trockenheit darauf verzichtet sie freizulegen, nur hier und da wurde etwas Grasbewuchs dezent gezogen.

ahornbaum buchenbaum

 

Seiten zur Waldinsel TINY-FOREST hier:

Waldtagebuch des TINY-FORESTBesonderheiten des TINY-FORESTBäume bewässern? Spenden: 100% für neue Bäume und deren Pflege im TINY-FOREST über Paypal
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Juli 2019

Vom Frostschock im Mai erholt, doch immer noch in viel zu trockenem Boden stehend grüßen die jungen Bäume.

Nur einzelnen junge Pflanzen - geschätzt weniger als 5% - haben die Anflnazung nicht geschafft; vertrocknet stehen sie noch da. Und ein Kartoffelkäfer hat sich verirrt - denn eine Kartoffel ist es nun wirklich nicht.

 

Fotos vom Tiny-Forest im Mai 2019

Der Blick auf dem Weg zum Tiny-Forest führt durch ein Maisfeld, hier noch in zarten Reihen. Und direkt daneben auf der Nachbar-Maisfläche eine Gruppe Dammwild (Rehe sind meist Einzelgänger, Dammwild/Hirsche leben in Gruppen). Nun wo der Zaun die jungen Bäume im TINY-FOREST schützt müssen sie woanders Futter suchen. Ob Mais so gut schmeckt wie jungen Baumtriebe?

Die Wallnüsse - von einem Nachtfrost Anfang Mai stark geschädigt und ihrer jungen Blätter beraubt - fangen an einen zweiten Austrieb zu bauen (linkes Bild). Sie schaffen es, auch wenn damit für dieses Jahr viel Energie für das Wurzel- und Höhenwachstum der jungen Bäume verloren ist. Einige der jungen Bäume -Hainbuchen, Weissbuchen, ..) sind jedoch noch gar nicht so weit. Ihre Knospen warten noch auf höhere und sichere Temperaturen und halten sich noch sehr zurück (rechtes Bild).

Durch die Einzäunung wird noch etwas anderes sichtbar: mehr als erwartet sind junge Eichen auf dem Gelände bereits vorhanden. Geschätzt so 50 kleine Eichenpflanzen. Und erstmals seit Jahrzehnten haben sie nun Schutzt vor den Rehen und anderen Pflanzen fressenden Tieren. Es ist schwer vorzustellen, dass diese nicht einmal ein Meter hohe Eichen schon 20, 30 jahre alt sein können. Doch die gefrässigen Rehe & Co. haben sie so klein gehalten. Ein Haupttrieb des Baumes konnte sich so nicht entwickeln und die Eichen haben dann oft etwas wirre Seitentriebe entwickelt. Der Zaun bringt ihnen nun Erholung und eine neue Chance, auch wenn man ihnen ein Leben lang ihre schwierige Kindheit ansehen wird. Füt die traditionelle Forstwirtschaft sind solche auch "Krüppeleichen" genannten Bäume verloren. Ihr Stamm wird nie gut verwertbares Holz erbringen. Aber für den Tiny-Forest ist das egal und so werden wir in den nächsten Monaten diese alten/neuen Eichen etwas intensiver pflegen.

 

Die jungen Knospe - Kunstwerke der Natur

Hier ein paar Fotos mit den jungen aufgehenden Knospen im TINY-FOREST vom 24. April 2019


Esskastanie
Marone, Esskastanie (castania sativa)


Ahorn
(Bergahorn, acer pseudoplatanus)

Walnus (echte Walnuss, juglans regia)

Ulme (Europäische Weißlme, ulmus laevis)

 

Trockenheit im April 2019

Es ist trocken, viel zu trocken. Aus Kostengründen haben wir bisher keine Messung der Niederschläge beim TINY-FORST installiert, obwohl es ein guter Beleg für die Trockenheit wäre. Zugreifen können wir aber auf die Pegelstände des nahe vorbeifließenden Fluss Aller, ca. 800 Meter Luftlinie entfernt. Die Aller fliest bei der Kreisstadt Verden in die Weser. Diese Aller-Pegelstände haben insoweit Bedeutung, dass sie auch auf den Abfluss des Grundwassers unter dem TINY-FOREST Auswirkungen haben. Und aktuell kennen diese Pegelstände nur eine Richtung: Nach unten, bergab. Und da das Wasser im Bodem diesem Fluss folgt fliest es aktuell dorthin ab. Nicht gut für die jungen Bäume. In der Grafik die Pegelstände der Aller am Messort der Gemeinde Rethem, ca. 3km vom TINY-FOREST entfernt, zwischen 15. März und 15. April 2019. Quelle der Grafik.

 

Bäume auch im Wald bewässern?

Die Bewässerung der Bäume ist angelaufen. Hier ein Blick auf den feinen Wasserstrahl, der je Baum abgegeben wird. (Der hellgelbe Klebestreifen am Rohr war notwendig weil die ersten Wasserlöcher viel zu groß angelegt waren und verklebt werden mussten). Noch sind einige Optimierungen an dieser Bewässerungstechnik möglich, es gibt eine Reihe von Veränderungen die sinnvoll erscheinen. Wir arbeiten dran. Mehr dazu demnächst.

 

April 2019: Wir pflanzen den neuen TINY-FOREST!

Ein Blick auf die Pflanzung des neuen TINY-FOREST im April 2019. Die Pflanzlöcher wurden gebohrt, Erde teils ausgetauscht und die jungen Pflanzen beim pflanzen kräftig gewässert. Es wurden rund 300 Laubbäume gepflanzt; weitere 100 sollen im herbst nachgepflanzt werden. Zwei Fotos von der Pflanzaktion, das gebohret Pflanzloch und das notwendige Zubehör dazu: gefüllte Gießkanne, frische Erde, die Pflanze, Handschuhe und zwei Menschen.

 

Januar 2019

Mitte Januar 2019 wurde TINY FOREST durch den Start der Spendenaktion auf dem Portal startnext öffentlich (nach wochenlanger Vorbereitung) und hat einen wunderbaren Start hingelegt. Rund ein Viertel der angestrebten 6.000 Euro sind bereits erreicht; Dank allen Spender/innen!!

 

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